Für einen Tag hieß es im Landtag Nordrhein-Westfalen: Aus Sitzungssaal wird Stimmungssaal – und statt Tagesordnung gab’s Tusch, Tanz und Tollität. Beim Närrischen Landtag 2026 übernahmen auch in diesem Jahr wieder Dreigestirne, Prinzenpaare und Karnevalsgesellschaften aus allen Teilen des Landes die närrische Regentschaft und zeigten eindrucksvoll: Brauchtum kann Politik – und Politik kann Brauchtum.
Mit einem herzlichen „Gläbbisch Alaaf“ begrüßte Martin Lucke das Bergisch Gladbacher Dreigestirn der Session 2026: Prinz Thomas III., Bauer Maurice und Jungfrau Lea. Die drei Tollitäten von der Prinzengarde der Großen Gladbacher KG reisten gemeinsam mit ihrem Gefolge in vollem Ornat an – im Gepäck nicht nur beste Laune, sondern auch die klare Botschaft der Session: „Jetzt jon mer op et Janze – Mer losse de Poppe danze“.
Eingeladen hatte auch in diesem Jahr Landtagspräsident André Kuper. Nach dem offiziellen Empfang wurden die anwesenden Tollitäten vorgestellt und gewürdigt – ein jeckes „Stelldichein“ der Regionen, Dialekte und Traditionen. Martin Lucke nahm sich darüber hinaus persönlich Zeit, die Gäste aus Bergisch Gladbach durch den Landtag zu führen, Einblicke in den politischen Alltag zu geben – und zu zeigen, wo sonst Entscheidungen fallen, an diesem Tag jedoch vor allem Herz, Humor und Heimatgefühl den Ton angaben.
„Karneval ist keine Nebensache – er ist gelebte Gemeinschaft“, betonte Lucke am Rande des Empfangs. „Hier zeigt sich, was unser Land stark macht: Vereine, Ehrenamtliche und viele helfende Hände, die Tradition mit Leben füllen. Der Närrische Landtag würdigt genau dieses Engagement – laut, fröhlich und mit ganz viel Zusammenhalt.“
Für den passenden Rahmen sorgte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm: Musik, Tanz und karnevalistische Beiträge aus Nordrhein-Westfalen machten die Bürgerhalle zur jecken Begegnungszone. Zwischen Orden, Uniformen und bunten Kostümen wurde gelacht, geklönt und vernetzt – ein Tag, der eindrucksvoll zeigte, wie nah sich Brauchtum und gesellschaftliches Miteinander sind.
Mit vielen Eindrücken, bestem Sessionsgeist und einem kräftigen „Gläbbisch Alaaf“ trat das Bergisch Gladbacher Dreigestirn am Abend die Rückreise an. In der Heimat geht’s weiter – op et Janze.

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